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Energieausweis für Gebäude

Objektive Information für Haus- und Wohnungsbesitzer

In privaten Haushalten stellen die Heizkosten den größten Anteil der Betriebskosten dar. Noch immer wird in Deutschland ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs für die Raumheizung und Warmwasserbereitung aufgewendet. Dennoch ist, anders als bei vielen Haushaltsgeräten und Autos, der Energieverbrauch von Gebäuden für deren Nutzer meist eine unbekannte Größe.
Die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verpflichtet alle Mitgliedsstaaten zum 04.01.2006 einen Energieausweis für Gebäude einzuführen. In Deutschland hat sich die Einführung verzögert. Hier sollen die Regelungen zum Energieausweis für Wohngebäude im Bestand nach dem jetzigen Stand ab dem 1. Januar 2008 verbindlich sein. Entsprechend dem jetzt vorliegenden Referentenentwurf gilt dann Folgendes:

Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die auf der Grundlage der Wärmeschutzverordnung 1978 oder später errichtet wurden, besteht Wahlfreiheit zwischen dem bedarfs- und dem verbrauchsorientierten Energieausweis.

Für Wohngebäude mit mehr als vier Wohneinheiten gilt ebenfalls Wahlfreiheit.

Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1978 errichtet wurden, ist der bedarfsorientierte Energieausweis Pflicht. Wahlfreiheit besteht hier in Ausnahmefällen nur, wenn Wohngebäude dieser Zeit entweder schon bei Baufertigstellung oder durch Modernisierungsmaßnahmen den Stand der Wärmeschutzverordnung von 1978 erreichen.

Auch wer Mittel aus staatlichen Förderprogrammen in Anspruch nehmen möchte, muss einen Bedarfsausweis vorlegen.

Bis zum 31.12.2007 gilt uneingeschränkte Wahlfreiheit zwischen beiden Modellen.

Die ausgestellten Energieausweise behalten 10 Jahre ihre Gültigkeit.

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (www.dena.de) hat einen bundeseinheitlichen Energieausweis entwickelt und in einem Feldversuch in 33 Regionen von November 2003 bis Ende 2004 getestet.

Alle "Energie-Fachberater im Baustoff-Fachhandel" sind bei der dena registriert und aktuell qualifiziert den Energieausweis auszustellen.

Der Energieausweis informiert Verbraucher objektiv, zeigt Einsparpotenziale auf und ermöglicht es, den Energiebedarf von Häusern bundesweit unkompliziert zu vergleichen.

Der Energieausweis soll auf dem Immobilienmarkt zu einem wirksamen Instrument für mehr Transparenz werden. Mit der Energieeffizienz eines Gebäudes soll schon bald so geworben werden, wie es bei elektronischen Geräten längst Praxis ist.